Gus Hansen und der größte Downswing aller Zeiten

Gus Hansen

Er galt einmal als einer der besten und furchtlosesten Pokerspieler der Welt. Gus Hansen hat live und online Millionen gewonnen, Bücher darüber geschrieben und steuert wohl dennoch langsam auf die Pleite zu.

Mit 7,4 Millionen Dollar Verlust in den vergangenen drei Jahren ist er mittlerweile der größte Verlierer auf den Nosebleed Limits aller Zeiten. Im August kamen nun weitere 880.000 Dollar Verlust hinzu.
Beim Highroller Event des EPT Grand Finals in Monte Carlo war Gus Hansen seinem Ruf als Enfant terrible der Highroller-Szene gerecht geworden und war an Tag 2 des 25.000 € Highroller Events trotz noch respektablen Stacks gar nicht mehr aufgetaucht. Gerüchte hatten den Umlauf gemacht, dass Hansen innerhalb einer 24 Stunden-Session zwei russischen Multimillionären drei Millionen Euro in einer Backgammon-Session abgenommen hätte.

Nun enthält diese Story zwei Nachrichten: Erstens, Gus Hansen kann es immer noch und zweitens, nur nicht mehr im Poker sondern in seiner alten Disziplin Backgammon.
Die beiden Harakiri-Russen werden dem Great Dane vor ein paar Monaten wie gerufen gekommen sein, denn mit insgesamt 7,4 Millionen Dollar Minus ist Gus seit Einführung der High-Stakes-Datenbank der größte Verlierer an den teuren Cash-Game-Tischen im Internet und hat damit auch die mutmaßlichen Pseudonyme des Cirque de Soleil-Gründers Guy Laliberte hinter sich gelassen.
Mit über 840.000 Händen kommt Hansen dabei zwar auf die zweitgrößte Samplesize nach Tom Dwan, doch der ist eben mit knapp 5,8 Millionen Dollar in den schwarzen Zahlen.

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