Auch sehr schön: Man benötigt Batterien, um den Cube zu betreiben. Sie sorgen dafür, dass die Lämpchen im Innern des Cube die Hole Cards auch schön beleuchten. Versuchen Sie um Gottes Willen nicht, die Batterien selbst zu wechseln. Der freundliche Erzählonkel von HPC empfiehlt eindringlich, den Cube zur Wartung an die Firma zurückzuschicken, wo er dann gegen eine höchst angemessene Gebühr von ein paar Heinzelmännchen generalüberholt wird.
Mit einem Stellrad kann man den Winkel der einzusehenden Karten verändern, und um die Wartezeit zwischen den Händen zu überbrücken, kann man ein frei wählbares Foto hinter dem Sichtfenster an der Cube-Front anbringen und ansehen.
Ob das in Bild und Film zu sehende, willkürliche Foto eines niedlichen Kinds serienmäßig mitgeliefert wird, man weiß es nicht. Man erfährt überhaupt nicht viel über die Funktionsweise des Cube. Selbst nach mehrmaligem Ansehen des überaus lehrreichen Informationsvideos, angefertigt offenbar vom Mikado-Fanclub der Unsichtbaren Universität auf der Scheibenwelt, ist nicht erkennbar, was man denn nun eigentlich zu tun hat. Es kommen ja nicht einmal Spielkarten in dem Clip vor.
Oder Menschen. Einzig die Kamera kreist schwerfällig um den Blechhaufen wie eine sehr große Schmeißfliege um einen Haufen Kameldung. Da der Vergleich mit einem anderen Ding oder Wesen dieses Universums fehlt, weiß man auch nicht, ob das Gerät nun die Größe eines Fingernagels oder eines Kleinwagens besitzt.
Ein Einwand muss gestattet sein: Spieler mit körperlichen Behinderungen könnten Schwierigkeiten mit dem Aufnehmen der Karten haben. Da wäre ein solches Gerät doch hilfreich und eine tolle Sache? Nicht wirklich, denn irgendwie muss man die Karten ja auch in den Würfel hineinbekommen. Also ist leider auch hier kein Nutzen zu erkennen.
Aber jetzt ist die Erfindung auf dem Markt, und wir müssen irgendwie damit fertigwerden, bevor sie nächste Woche wieder zurecht in den Orkus der Vergessenheit gespült wird. Schon entbrennt der Wettstreit darum, welche Erfindungen noch sinnfreier sein könnten. Der Nudelventilator? Das Armbanduhrlochsakko? Wann kommt die Online-Version? Es ist ein harter, erbarmungsloser Kampf.
Gewinnen wird der, dem es gelingt, seine Gedanken im rechten Moment ins Nichts zu lenken, denn es würde doch niemand, absolut niemand jemals einen solchen unsinnigen Apparat vor sich auf den Tisch stellen und ... Moment mal, was ist denn das? Das kann doch nicht wahr sein!!!













