Face the Ace

Face the Ace

Wenngleich man gut über das Wetter streiten kann oder darüber, ob das Fernsehen mit Poker-Shows überladen ist, hält das die einfallslosen und intellektuell herausgeforderten „Ideen“-Geber in Hollywood nicht davon ab, schon wieder zum Brunnen zu gehen und mit einem neuen Pokerprogramm anzutreten. „Face the Ace“ (dt.: Dem Ass ins Auge sehen) läuft seit dem 1. August und ist NBCs jüngster Ausflug in den einst lukrativen Gameshow-Markt zur besten Sendezeit.
In dieser Show gibt es ein paar Besonderheiten, die sie vom üblichen Poker-TV-Programm abhebt. Zunächst einmal wird sie von dem aus der TV-Serie „Die Sopranos“ bekannten Steve Schirripa moderiert und nicht von einem ehemaligen Bikinimodel. Nur sehr wenige Menschen außerhalb der überschaubaren Einwohnerzahl von San Francisco, die den „Papa Bär“-Typ mögen, wollen Schirripa in Abendgarderobe sehen. Während dies an sich schon eine große Neuerung darstellt und mit dem „Hostessen“-Paradigma bricht, bedeutet es auch, dass Shana Hiatt in dieser Show keine Gelegenheit erhält, zu kündigen.
Bei diesem Sendungsformat wählt ein Kandidat einen von vier Pokerprofis hinter Rauchglastüren aus. Anschließend spielt er gegen diesen Profi in einem Heads-up-Spiel um 40.000 US-Dollar. Falls der Kandidat gewinnt, kann er entweder das Geld nehmen und mit prall gefüllter Börse und dem Skalp eines Profispielers am Gürtel aus dem Studio sprinten oder sich für einen weiteren Profi entscheiden und gegen ihn um ein Preisgeld in Höhe von 200.000 US-Dollar antreten. Falls ein Kandidat auch diese Person bezwingt, kann er diesen Vorgang ein weiteres Mal wiederholen und um eine glatte Million spielen. Falls der Profispieler gewinnt, erhält der Kandidat 10.000 US-Dollar zu Gunsten einer wohltätigen Einrichtung seiner Wahl.
Die bei dieser Gameshow antretenden professionellen Pokerspieler sind Patrik Antonius, Andy Bloch, Allen Cunningham, Chris Ferguson, Phil Gordon, Gus Hansen, Jennifer Harman, Phil Ivey, John Juanda, Howard Lederer, Erick Lindgren, Mike Matusow, Huck Seed, Erik Seidel und Gavin Smith.
Ich muss gestehen, dass es sich hierbei um eine innovative Möglichkeit handelt, Poker im Fernsehen zu präsentieren. Sie könnten die Show noch verbessern, indem Sie den Gewinnern Geldprämien oder einen Boxkampf gegen Gus Hansen in Aussicht stellten. Während es ein Leichtes sein dürfte, ihn zu verprügeln, würde er sich in einem körperlichen Wettkampf gegen ein vorpubertäres Mädchen so richtig abrackern, und für jede Minute, die der Glaskinn-König bewusstlos am Boden läge, sollte der Kandidat einen Riesen erhalten.

Machen Sie bei uns Werbung RSSKontaktieren Sie unsEditorial StaffBedingungen

Copyright © 2004-2012 LaunchPoker. All rights reserved