Der 2 Tag des 39. Events wurde zu einem Ausdauertest, und diese Lebenskraft zermahlende Probe hinterließ Thom Werthmann mit 345000 Chips vor seinem nächsten Gegner in der Führung. Im Betracht dessen, dass er den Tag bereits mit dem schönem Vorsprung begann, dass er als einziger ein World Series of Poker Bracelet um sein Handgelenkt hatte, und nur einige von seinen Gegenspieler je etwas beim WSOP gewonnen haben, war es eine eigens für ihn zu recht geschnittene Spiellage um einen Schmuckstück für sein anderes Handgelenk zu besorgen. Und bevor noch irgendeiner Freund von ihm den Sektkork auf seinen Sieg knallen lässt0, sollten er ans alte Sprichwort von Bruns zu den besten gelegten Entwürfe der Mäuse und der Männer denken.
Jim Paras hatte den zweitkleinsten Stack am Tisch und hätte eigentlich auch einen T-Shirt mit der Aufschrift „verdoppele es oder verrecke beim Versuchen" tragen können. Jim spielte AH-JH aus, nachdem ihn auf einem Flop von J-5-2 eine Banzai-Zahlung in den Abgrund riss und worauf er All-in callte. David Woo starrte auf den Stack von Paras mit gierigen Augen und callte auch sofort. Der Jack auf dem Board besorgte Jim ein hohes Paar, aber ein 2 machte die Zweier von Woo vollständig. Dieser Zug erweckte in Paras die Hoffnung, dass er einen Dreier aus Jacks hinkriegen könnte, aber letztendlich wurde nur der Full-house von David ergänzt. Der River brachte ein bedeutungsloser 9 ein, dies geschah eigentlich nur um den Platz zuzuweisen, bei dem Jim Paras erledigt wurde: 9te Platz.
Der Finaltisch war offensichtlich für alle eine sehenswerte Erfahrung. Jeder Spieler vermied konsequent den großen Chipeinsatz und tastete vorsichtig das schwer umkämpfe Feld ab.
Matt Wood brach das Patt gerade durch den möglich kleinsten Wetteinsatz des Tisches. Mike Glasser, der zuerst darüber glücklich zu sein schien, dass er nicht als erster ausschied, begann den Tag mit 495000 Chips und wurde mit einem River für den 8ten Platz geopfert.
Glasser spielte ein Paar von Neunern aus und callte All-in. Matt Wood, der ein A-Q bei sich hatte, fand heraus, es wäre der beste Zeitpunkt Besitz über den Stack eines anderen den Besitz zu ergreifen. Zum Begin hat sich alles nach Glassers Geschmack abgespielt. Ein Flop von J-7-4 und ein J im nächsten Zug versetzten ihn in die Führungsposition mit zwei Paaren und mit einem Blatt fürs Raus. Als ein Ass beim River herauskam, gab es Wood einen Stack genau in der Größe in die Hand, so dass er damit Gasser schlagen konnte. Das Ass über den zwei Paaren war gut genug um Mike Glasser auf dem 8ten Platz zu schicken. Ab diesem Punkt beherrschte Woo das Turnier und benahm sich wie eine Abrissbirne in der Puddingfabrik. Er schlug auch Thanh Dat Tran aus, der den Tag mit der zweithöchsten Chipmenge begann, als er vor der Schranke eines Flushes aus einem River stand. Die Wahrheit ist, dass Tran bereits deutlich zurück lag, als er mit seinen A-Qs All-in callte und während Woo ein A-K bei sich hatte. Der Flush war beinahe schon schmerzhaft, da die A-Ks allein ausgereicht hätten den gesamten Tag zu gewinnen. Tran ging mit dem 7ten Platz raus.
Der einzige Bracelet-Besitzer am Tisch hat sich auch nicht viel besser gegen Woo geschlagen. Er wurde bei einem beinahe-zweifachen Rauswurf erledigt. Curtis Early setzte kurz davor auf einem All-in um es zu versuchen Woos Raserei ein Ende zu setzen.
Thom Werthmann schob all seiner Chips in die Mitte, als die Wetten nach einem Flop - der den Tisch eine Dekoration von Q-J-10 verpasste - gesetzt wurden. Curtis Early schaute seine K-Qs an und wog sich in seinen Chancen. Er war auch bereits beim All-in.
Thom griff mit einem Q-J an, und der Flop bescherte ihm ein hohes Paar, aber die A-Ks von Woo schickten ihn geradewegs fast bis aufs Broadway, und somit wurde er auch frühzeitig erledigt. Weder ein Turn noch ein Flop hätte ihm Helfen können, während Thom, der ehemals Erster mit seiner Chipmenge, den 5ten Platz belegen musste. Woo schien eine kurze Pause beim ‚die Gegner über die Kante zu schmeißen’ einzulegen, als Eric Beren den nächsten Rauswurf präsentierte. Habib Khanis war zur schlechten Zeit am schlechten Platz, als der Board (mit 9-9-7-7-8) für beiden Spieler zwei Paare bescherte. Die K-Qs von Eric konnten den Q-Js von Habib standhalten. Habib Kanis schied zum 4ten Platz aus.
Nach zwei Dutzend Händen später hat sich Beren am falschen Ende der Rausschmissschlange angestellt, als Matt die A-Qs mit seinen A-10er schlug – es war bereits ein Teil von einem anderen Rausschmisswettbewerb.
Im Duell Woo gegen Wood, lag Woo mit Chips in der Führung. Der Stack von David mit 5,000,000 sicherte einen großen Vorsprung vor Matts Stack mit 3,165,000.
Matt verbrachte die folgenden 40 Hände damit, dass er versuchte es zu beweisen, es ist nicht die Größe des Stacks, was eigentlich zählt, sondern wie man damit in der Finalwette umgeht. In der Finalwette zeigte sich 9-5-4 auf dem Board und Wood kam mit 9-6 auf dem Geberbutton heraus. Es brachte ihm ein hohes Paar ein und nach einem Hin-und-herwetten hätte er vielleicht All-in callen können. Wood hatte seinen 9 mit einem vom Board paaren können, aber es hätte auch nicht viel gegen das 10er Packet von Woo geholfen. Als nur noch zwei Blätter übrig waren, hätte Wood entweder noch einen 9, oder einen passenden 6 oder noch irgendetwas benötigt, was ihn bei seinem offen geendeten Straight-draw aushelfen konnte. Was er nun bekam war eine Dame. Der River wurde auch nicht schön für ihn, da der 4, der auf den Tisch flog, konnte ihm auch nichts mehr helfen, und er war raus mit dem zweiten Platz.
David Woo gewann seine erste WSOP Meisterschaft mit einem dominierenden und spannenden Spiel.
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