Der Gewinner des Event Nr. 50 von 2008 WSOP ist Marty Smyth

Der Gewinner des Event Nr. 50 von 2008 WSOP ist Marty Smyth

  Marty Smyth kann von jeder Ecke der Welt kassieren. Seine Bank musste bereits Checks von Irish Open 2007, von Party Poker World Open 2007 und noch aus einigen Dutzend Turnieren akzeptieren. Man munkelt, dass er sogar ein Pfadfindermädchen ihren Chips bringen würde, indem er mit seinen Assen dessen Packet aus Königen schlägt. Natürlich munkelt man auch, dass die Mondlandung nur ein Schwindel war und Tom Cruise die Gesellschaft von männlichen Haar-Stylisten bevorzugt, also in Sachen zuverlässige Informationen soll man sich nicht all zu sehr auf die Gerüchteküche verlassen.  Nach sechs Jahren professioneller Pokerkarriere und als er bereits Erfolge von überall einholte, konnte Marty nicht ein einziges World Series of Poker Event hereinbringen. All das hat sich beim 2008 WSOP gewendet. Er schaffte es bei seinem Geld zu bleiben während der 1500 $ PLO Events, und als Folge dessen landete er Mitten drin des Finaltischpackets um schließlich das 50. Event zu gewinnen.  Der Finaltisch startete unter der Führung von Michael Mizrachi, der einen Vorsprung von beinahe 500,000 Chips zu seinem nächsten Gegner hatte. Er sicherte sich diesen Vorsprung mit einem der kleinsten Stacks des Tisches.  Greg Hurst schien eine hervorragende Brautjungfer abzugeben, aber anscheinend dieses Mal hat er es doch nicht geschafft sein Glück zu fangen. Mizrachi beendete den zweiten Auftritt von Hurst am WSOP Finaltisch mit einem neunten Platz.  Brandon Moran war das nächste Opfer. Er begann mit dem beinahen tiefsten Stand in Chipzahl und während des lang andauernden und sehr engen Spiels zwischen der ersten und zweiten Ausscheidung verpasste er seinen Gegner auf den Boden zu bringen. Moran wurde von Richard Harroch, von einem seiner Kollegen aus dem Klub der kleinen Stacks, geschlagen und nach dem er beim Einsatz von Marty verdoppelte, überlebte Marty nur noch zwei Hände. Das Verdoppeln des Stacks brachte eigentlich nicht viele Vorteile in diesem Fall. Die Summe von zwei winzigen Sachen macht zum Schluss etwas weniger Winzigen aus. Zum Beispiel: zwei Dackeln sind nicht einem Schäferhund gleich. Diese Tatsache wurde besonders hervorgehoben als Mizrachi mit seinem wolfstatzengroßen Stack über das Häufchen in der Größe eines Shiatsus herrschte.  Kido Pham bot auf dem pre-flop Raise von Mizrachi, und Moran (vielleicht lässt ihn diesmal sein Napoleonkomplex etwas nachdenken) erhöhte mit einem All-in. Nach dem er den Einsatz von A-K-4 auf einem Flop von Mizrachi zusah, entschied sich Pham die Hand liegen zu lassen und einen anderen Blatt zu ziehen um mit den Chips von Mizrachi mitzuhalten. Mizrachi floppte ein Topset, und hinterließ Moran betend für einen Wunder von Straight, das nie kam und das Turnier ging nur noch mit sieben Spieler weiter.  Mizrachi hat seinen Stapeln von Opfern erhöht, als er sich als Nächster den professionellen Bridgespieler Tom Hanlon vornahm. Hanlon hat bei der zweiten Hand am Finaltisch auf den Einsatz von Mizrachi verdoppelt, aber Michael hat schon auf eine kleine Rache gewartet. Und zum Schluss floppte er ein Paar aus Zweier, durch einen Jack ergänzt, was gleich das Paar von Hanlon aus Assen hinausdrängte. Tom wurde auf dem siebten Platz erledigt.  Peter Jetten, der vielleicht den Song "Eye of the Tiger" aus Rock III vor sich murmelte, bereitete sich auf eine das-schlimmste–zuerst Szenerie vor. Er hat Kido Pham mit einem Doubling stillgelegt, was durch die Hilfe von Mr. Pham zu einem beachtlichen Stack führte, und Mizrachi - als ob er das Blut gerochen hätte - kam zur Vernichtung hinzu. Michael floppte noch einmal mit einem Set, in diesem Fall mit Zehnern und ließ seinem Gegner kaum eine Chance noch den Tag zu retten. Pham bekam vom Board auch keine Hilfe mehr und wurde auf den sechsten Platz gestoßen.  Mizrachis Schwung hielt sich nur kurz für die Essenspause inne. Und bevor noch die Spritreserve ausging, konnte Marty Smith durch Michaels Hilfe verdoppeln. Dieser Augenblick hätte für Mizrachi der Anfang vom Ende sein können. Zum Tagesbeginn hatte Richard Harroch einen der niedrigsten Stack am Tisch aber man kann ihm gutschreiben, dass er auch nach der Mittagspause immer noch dabei war. Es brauchte nicht lange bis der Tag auch für ihn ein Ende nahm. Als ein As im Flop erschien, sah er seine Chance und ging los. Der As auf dem Board passte in eine Hand, oder er hat ein wenig geblufft oder ein Toppaar kam doch noch zu Stande. Unabhängig davon, was er in seinem Kopf herumführte, ging er All-in. Marty Smith callte sofort.  Smyth floppte das niedrige Paar mit einem 4 auf dem Board, und fügte es zu den anderen zwei in seiner Hand hinzu. Das Beste was der Deck für Harroch bieten konnte waren die zwei Paare, was aber auch nicht gereicht mehr gereicht hat. Er war raus auf den fünften Platz.  Mizrachi überlebte eine Abrechnung mit Billy "The Croc" (Das Krokodil) Argyros, mit der Hilfe eines unglaublichen Glücks. Als bereits zwei Spieler vor dem Flop All-in gegangen sind und Billy ein Paar von Assen und zwei Sechser in der Hand hatte, gegen die Kh-Qc-Jh-7h von Michael, wurde es in seiner Position mit Ah-Ks-3c unterstützt und ließ Mizrachi nur auf zwei Herzen warten, um seine Reihe fürs Gewinnen zu ergänzen. Und das ist es genau, was passiert ist. Ein sehr erstauntes „Croc“ ging zum vierten Platz raus.  Michael Mizrachi erlebte sein eigenes Waterloo mit der Hand Nr. 103 des Tages. Auf das Drängen von Peter Jetten, waren bereits all seiner Chips drin. Das Paar aus Assen von Peter konnte die Hand schlagen und Michael, obwohl er früher dominierte, war auf dem dritten Platz erledigt.  Peter Jetten und Marty Smyth spielten eine hin und her Kampf dreißig Hände lang, die ihre Spitze erreichte, als beide Spieler in einen K-9-6 Flop hineingesprungen sind. Sie beide zogen mit ihren Chipseinsätze in die Richtung von Straights. Die Runde endete als ein Straight und auch ein River von Smyth nicht den für Jetten nötigen Jack brachte. Es war vorbei als Jettens Rückkehr kurz vorm Finale endete und Marty Smith zum Champion des Event Nr. 50. wurde. Herzlichen Glückwunsch für Martin!

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